…eigentlich wollte ich Photograph werden, aber dann entschied ich mich das Photographieren Hobby sein zu lassen, und ich ließ mich auf das Abenteuer „Bau“ ein. Diesen Entschluss setzte ich vor 27 Jahren in die Tat um, und begann mit der Ausbildung zum Zimmerer.

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Je näher das Ausbildungsziel rückte, desto größer wurde mein Wunsch als junger Zimmerergeselle die Heimat hinter mir zu lassen, und mich auf Reisen zu begeben. Zunächst zog es mich nach der Ausbildung als frei reisender Zimmerergeselle in die Schweiz und in den deutschsprachigen Alpenraum. Es folgten weitere Aufenthalte in Nord- und Mittelamerika sowie Asien. Diese Reiseerfahrungen prägen mein Leben bis heute.

Aber wie sagte es mein späterer und langjähriger Arbeitgeber immer: „die Gesellschaft holt einen irgendwann ein“. Und so kam es, dass ich mich für fast acht Jahre in seinem kleinen Zimmereibetrieb wiederfand. Dort lernte ich dann all die Fertigkeiten, die mir meine Ausbildungszeit nicht bieten konnte… und das waren sehr viele Dinge und Erfahrungen, von denen ich heute noch immer profitiere.

Nach acht Jahren als Zimmerergeselle habe ich innerlich gespürt, da geht doch noch was. Im Jahr 2002 stand ich dann als Zimmermeister dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, und machte mich ein Jahr später selbstständig.

Schnell lernte ich die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstständigkeit zu schätzen und für meine Entwicklung zu nutzen. Die unscheinbare Ausschreibung einer Dozentenstelle auf Honorarbasis war es, die den Grundstein für meine heutige Arbeit im Ausbildungs- und Prüfungswesen legte. Seit dem Jahr 2004 bin ich bei verschiedenen Bildungsträgern für Projekte in berufsvorbereitenden und berufsbegleitenden Bildungsmaßnahmen sowie in der Bautechniker- und Meisterausbildung tätig. Parallel dazu kam die Berufung in den Meisterprüfungsausschuss.

Durch die lange handwerkliche Arbeit im Zimmereigewerbe, die bis heute noch den Großteil meiner Zeit beansprucht, und die sehr aufschlussreiche dreijährige Tätigkeit bei einem Generalbauunternehmen, kam ich auch immer wieder mit der technischen und der gesetzlichen Entwicklung meines Handwerks in Kontakt. Dabei entstanden das große Interesse am Holzmassivbau sowie das Bewusstsein für energiesparendes und ressourcenschonendes Bauen. Motiviert durch diese Entwicklung begann ich im Jahr 2012 mit der Ausbildung zum Energieberater (HWK), die ich nach vier Monaten erfolgreich abschloss. Durch permanente Fortbildung sichere ich mir seit fünf Jahren den Status als Energie-Effizienz-Experte in der DENA-Liste, um Fördermittel des Bundes für Kunden beantragen zu können.

So konnten sich in meiner beruflichen Arbeit die drei Bereiche logo_2015_bild_pixel_rgb_energie   logo_2015_bild_pixel_rgb_zimmerei  logo_2015_bild_pixel_rgb_lehre über all die Jahre nebeneinander etablieren.

Diese Vielfalt bietet mir stets Abwechslung und beugt einer möglichen „Betriebsblindheit“ in einem der drei Bereiche vor.

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